Familiengottesdienst am 17.09.

Warum ist eigentlich jeder Mensch wertvoll? Auch dann, wenn ich ihn komisch finde? Warum kann nicht jeder alles gleich gut? Und wie sieht eigentlich Gott aus?
Darüber reden wir, denken drüber nach, singen Lieder, in denen es darum geht und genießen es, dass wir einen Gottesdienst mit Jung und Alt feiern. Am Sonntag, dem 17.09. ab 10:00 Uhr feiern wir einen Familiengottesdienst und es wäre so schön, wenn wir ihn mit dir zusammen feiern würden.

Anschließend in der Cafeteria geht es dann weiter. Neben Kaffee, Tee, Saft, Sprudel und Keksen gibt es da auch noch viele nette Leute, die du kennen lernen kannst.

Gnade als Lebensgefühl

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“Marburg ist eine liberale Stadt. Evangelikale passen nicht hierher.” Solche und ähnliche Sätze standen in den letzten Wochen immer wieder einmal in der Oberhessischen Presse.
Wie gehen Christen damit um? Zurückschlagen? Rückzug in die frommen Nischen? Oder einfach nur leicht mit dem Kopf schütteln und alles ganz furchtbar finden?

In der Bibel wird uns die Geschichte von Josef erzählt. Ja, sie ist uralt und doch gerade im Moment für uns hochaktuell. Von von ihr können wir viel darüber lernen, wie Gott denkt, handelt und was er sich von uns wünscht. Gnade wird hier nicht zu einem Schlagwort, sondern zu einem Lebensgefühl, das alles verändern kann.

Konzertgottesdienst

Am kommenden Sonntag veranstalten wir einen Konzertgottesdienst mit der Konzertband der Musikschule Marburg (LIFE) statt. Rund 40 Akteure werden einen bunten musikalischen Blumenstrauß unter der Leitung von Karl Reissig präsentieren. Das Repertoire reicht von Soundtracks bekannter Spielfilme bis hin zur Kirchenmusik quer durch die Jahrhunderte. Die Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm freuen. Für Kinder, die beim Konzert nicht so gern dabei bleiben wollen, wird ein eigenes Programm angeboten, so dass Eltern entspannt die Musik genießen können.

Der Gottesdienst beginnt um 10:00 Uhr und der Eintritt ist frei.

Gemeinschaftstag am 14. Mai

Herzliche Einladung zum Gemeindetag im Tabor-Gemeindezentrum in Marburg mit Oliver Ahlfeld.Nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr treffen wir uns wieder an einem Sonntag zum gemeinsamen Feiern, einander Begegnen und miteinander Lernen.

Unter dem Thema „Zurück in die Zukunft“ wird uns die Neubelebung unserer HeGeV-Gemeinde- bzw. Gemeinschaftsarbeit beschäftigen. Dazu wird Oliver Ahlfeld, Gnadauer Referent für Neugründung und Neubelebung von Gemeinden, im Gottesdienst hilfreiche biblische Impulse geben. Am Nachmittag wird uns die Praxis beschäftigen. Oliver Ahlfeld wird konkrete Anregungen geben, einige Modelle vorstellen und sich von unseren Fragen „löchern“ lassen. Gesprächsgruppen vertiefen die Impulse und an Ständen stellen einige Gemeinden Aktionen oder Modelle vor, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht haben und noch machen.

Natürlich findet auch 2017 für alle Kinder zwischen der 2. und 6. Klasse wieder ein Öffnet internen Link im aktuellen FensterJungschartag statt. Dieses Mal geht es mit dem verrückten Professor auf eine geheimnisvolle Baustelle.
Achtung! Wegen der wachsenden Teilnehmerzahl findet der Jungschartag in der Evangeliumshalle des Diakonissen-Mutterhauses Hebron in Marburg-Wehrda, Oberweg 60 statt.
Einzelne Kinder sind genauso willkommen wie ganze Jungschargruppen. Für Kinder, die nicht direkt zur Evangeliumshalle kommen können, organisieren wir eine Transportmöglichkeit vom Tabor-Gemeindezentrum aus.

Termin: Sonntag, 14. Mai 2017 ab 10:00 Uhr

Den Flyer findet ihr hier

Der 4. Sonntag: Wie kann ich an Gott glauben, ohne den Verstand abzuschalten?

Wo wohnt der Glaube an Gott eigentlich? In unserem Gehirn? Ist vernünftig an Gott zu glauben? Wenn ja, dann müsste man Gott auch irgendwie beweisen können, mit dem Verstand herleiten. Dann müsste es vernünftig sein, an ihn zu glauben. Genau dagegen spricht aber so viel. Allein bei der Vorstellung, wir könnten irgendwie mit einer höheren macht verbunden sein, rebelliert doch ein gesunder Verstand, oder?
Wohnt der Glaube in unserem Herzen? Basiert er also auf unseren Gefühlen, Wünschen und Hoffnungen? Dann kann der Glaube an Gott auch eine große, mächtige Einbildung sein.
Wie kann ich an Gott glauben, ohne den Verstand abzuschalten? Darum geht es heute im Gottesdienst. Willkommen zum 4. Sonntag!

Predigt: Prof. Dr. Matthias Clausen
10:00 Uhr | Tabor-Gemeindezentrum | An der Schäferbuche 15

Der 4. Sonntag

Wir werden 80!

März 1937: Nachdem einige Jahre lang im damaligen Brüderhaus TABOR (heute: Stiftung der Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR) Menschen sich immer wieder sonntags trafen, um miteinander Gottesdienst zu feiern, entschloss man sich, Nägel mit Köpfen zu machen und aus dieser Gottesdienstgemeinschaft eine Gemeinde zu machen. Das war die Geburtsstunde unserer Gemeinde.

80 Jahre ist das her. Unsere Geschichte hat uns geprägt und in den letzten Jahren ist manches passiert und viel hat sich verändert. Gleichzeitig sind wir uns sicher: 80 ist noch lange kein Alter, um sich zur Ruhe zu setzen. Darum schauen wir hoffnungsvoll nach vorne.
Unseren 80. wollen wir feiern und laden darum herzlich zum Jubiläums-Familiengottesdienst am Sonntag, dem 19.03. um 10:00 Uhr ein. Anschließend werden wir miteinander essen. Details und weitere Informationen findet ihr auf unserem Flyer.

(Hier findest du den Flyer)

Allianzgebetswoche 2017

Das Jahr mit Gebet beginnen – das gilt auch 2017 mit der Internationalen Gebetswoche der Evangelischen Allianz vom 10.-17. Januar. Auch in Marburg laden wir herzlich ein – los geht es am Sonntag um 10.30 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst bei uns im Tabor-Gemeindezentrum (TGZ). Die Predigt hält Markus Rode vom Hilfswerk “Open Doors”.

Noch ist es nicht zu spät, aber …

…du musst ganz viel ändern und besser werden.“ Ich war 14 und vor mir saß mein Klassenlehrer mit einem sehr ernsten Gesichtsausdruck. Neben mir meine Mutter. Auch ihr Gesichtsausdruck war ernst, sehr ernst. Elternsprechtag kurz vor den Winterferien. Englisch, Mathe und Französisch waren ein Destaster. Ich hatte das erste Halbjahr komplett in den Sand gesetzt. Draußen fiel der erste Schnee und ich wusste instinktiv, dass mein Schlitten in dieser Saison nur sehr selten die Piste sehen würde. Cool wie ich war, ließ ich mir nichts anmerken. Später saß ich allein in meinem Zimmer und die Tränen flossen. Ich wollte besser sein. Ich wollte gute Note schreiben und ich wollte die Sprachen sprechen können, aber ich wusste nicht wo ich anfangen sollte. Ich konnte nicht lernen, weil ich nicht wirklich wusste, wie lernen funktioniert. Sobald ich am Schreibtisch saß, flogen meine Gedanken davon. Ich hätte viel gegeben, wenn jemand zu mir ins Zimmer gekommen wäre und gesagt hätte: „Komm, ich helfe dir, ich zeige dir, wie es geht.“ Aber niemand kam.
„Noch ist es nicht zu spät, aber du musst ganz viel ändern und besser werden.“ Ein Satz, den ich so oder ähnlich seitdem viele Male wieder gehört habe. Und ich weiß, dass ich nicht alleine bin. In unzähligen Silvesternächsten stehen Millionen Menschen da, starren in den Nachthimmel und formulieren ihre guten Vorsätze. Das, was besser und anderes werden soll. Mütter, die ihre Nerven nicht im Griff haben. Männer, die sich verletzt in ein Leben des Schweigens zurückgezogen haben. Kinder, die nicht mehr vergeben können und so gerne aus ihrem Loch wieder rauskommen würden.
Die Jahreslosung 2017 erinnert uns daran, dass doch einer kam, um uns zu helfen. Nicht, damit wir aus eigener Kraft und mit viel Fleiß zu anderen oder besseren Menschen werden, sondern indem er uns von innen verändert hat.
„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“ Hesekiel 36,26.
Christ zu sein heißt an dieser Stelle: Ich darf aufhören, an mir zu verzweifeln und darf mich darüber freuen, dass Gott mehr und mehr aus mir den Menschen machen wird, der ich in seinen Augen schon längst bin.  

Zum Terroranschlag in Berlin

Dieser Tag war ein Tag der ruhigen Töne. Ich habe eine meiner Weihnachtspredigten geschrieben, die so ganz anders geworden ist, als ich gestern noch gedacht hatte. Kann man jetzt noch Weihnachten feiern? Ja, gerade jetzt, denn es geht ja gerade darum, dass Jesus nicht geboren wurde, damit wir ein fluffiges, harmonisches Fest feiern können, sondern weil unsere Welt an so vielen Stellen krank und kaputt ist.

Ich habe gebetet. Für die Menschen, deren Leben sich gestern für immer verändert hat und für die Einsatz- und Rettungskräfte, die Bilder sehen mussten, die ganz tief in die Seele gehen.

Ich war dankbar und stolz – auf mein Land. Wir wussten, dass unter den Menschen, die wir bei uns aufnehmen, nicht nur Freunde sind, sondern auch Menschen, die uns ausnutzen und belügen, um unter uns Terror und Angst zu verbreiten. Trotzdem öffnen wir unsere Grenzen für Menschen, die aufgrund von Krieg, Hunger, ihrer politischen Überzeugungen, ihrer Nationalität oder sexuellen Orientierung viel Leid erleben müssen.

Heute war ich auch wütend. Auf die Menschen, die zwar nichts wussten, aber dafür in den letzten Stunden so viel von sich gegeben haben. Auf die Menschen, die den Terror von Berlin für ihre angstgesteuerten Schlachtrufe missbraucht haben. Werdet endlich erwachsen. Von einigen von euch werde ich mich hier heute Abend auf Facebook trennen. Ich lehne euch nicht als Menschen ab, nur möchte ich eure Parolen nicht mehr hören und meine Facebookseite soll euch nicht mehr zur Verfügung stehen.

Fast am Ende dieses Tages bleibt mir ein Gebet: „Erbarme dich, Herr, und wandle das, was war, in Segen.“
(Stefan Piechottka, Pastor)